Mallorca: Schulterschluss der Gastronomen und Konjunkturpaket für die Autoindustrie
Von der Krise teilweise in ihrer Existenz bedroht, verstärken mallorquinische Gastronomen ihre Zusammenarbeit: Laut einem Bericht der deutschsprachigen „Mallorca Zeitung“, trafen sich anlässlich der 1. Fachmesse Gastroví führende Restaurantbetreiber, Köche, Winzer, Lieferanten und Dienstleister, um sich über mögliche Kooperationen auszutauschen. Der bevorstehende Schulterschluss ziele vor allem darauf, die kulinarischen Errungenschaften breiter zu vermarkten. Bislang seien es vor allem ausländische Personen, die die hochwertigen einheimischen Produkte wie Wein, Olivenöl und Salz erwerben. Daher müsse die Vermarktung vor allem in Spanien ausgeweitet und verbessert werden, erklärte Winzerin Bàrbara Mesquida der Zeitung. Auch Sternekoch Marc Fosh strebt eine verstärkte Zusammenarbeit in der Gastronomie von Mallorca an: „Wir wollen die Synergien zwischen unseren Unternehmen nutzen“, sagte er und verwies darauf, dass Alleingänge in der jetzigen Situation fatale Folgen haben könnten. „In Krisenzeiten kann man nicht einfach in seinem Lokal warten, bis die Kundschaft hereinschneit.“
An anderer Stelle plant man, der Wirtschaftsmisere nach „deutschem Vorbild“ zu trotzen: Wie das „Mallorca Magazin“ schreibt, will der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero mit Hilfe einer – in deutschen Gefilden längst bekannten – Abwrackprämie der notleidenden Autoindustrie wieder auf die Beine helfen. 1500 Euro pro Fahrzeug sollen Autokäufer erhalten, 500 Euro gibt es vom Staat, 1000 Euro tragen die Fahrzeughersteller bei.
Neue Impulse auf dem Automarkt hat auch Mallorca bitter nötig, doch es scheint, als könnte die Balearen-Insel nicht am Konjunkturprogramm der spanischen Regierung teilnehmen: Wie das Magazin berichtet, könne es sich Mallorca schlicht nicht leisten. Die Kassen seien leer, der Etat biete kein Platz für die Abwrackprämie, sagte Industrieministerin Francisca Vives. Die einzige Chance, auf den Balearen doch „abwracken“ zu können, sieht Vives im längst versprochenen Finanzausgleich der spanischen Regierung. Dieser würde den Balearen-Inseln einen Geldzufluss in dreistelliger Millionenhöhe bescheren.
Posted: Mai 25th, 2009 under Allgemein.
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