Videos und Blogs – Reiseberichte 2.0
Wer möchte nicht den Daheimgebliebenen einen realen Eindruck von dem verschaffen, was er selber im Urlaub erlebt hat? Fotos machen alle, damit sie sich erstens die schönen und lustigen Urlaubsmomente auch Jahre später noch in Erinnerung rufen können. Doch welche Möglichkeiten hat man heutzutage, seine Erlebnisse aus dem Urlaub mit anderen zu teilen? Das Internet, sowie neue technische Geräte eröffnen neue Optionen, den eigenen Urlaub, sowie eventuelle Reisetipps und Empfehlungen zeitnah Freunden und Familie, oder auch einfach anderen Interessenten mitzuteilen.
Bleiben wir zuerst bei den herkömmlichen Möglichkeiten. Fotos und Videos. Fotos kennen wir alle, und nach dem Siegeszug der kleinen, digitalen Kameras kann sich jeder qualitativ hochwertige Bilder von seinen Urlaubsschnappschüssen entwickeln lassen. Einige wollen nicht auf das Anfassen und Anschauen der Bilder in den Händen verzichten, Technikfreaks brennen die Fotos massenweise auf CD, damit jeder sie sich entweder auf dem Rechner oder auf dem Fernseher anschauen kann. So sind sie zwar riesengroß, aber herkömmliche Fotoalben kommen leider etwas aus der Mode. Videos hat man auch früher schon gemacht, mit den kleinen und leistungsfähigen Camcordern von heute haben die Kameras von früher allerdings nicht sehr viel zu tun. Heute ist es kinderleicht, richtig gute Videos zu machen und diese mit den richtigen Anschlüssen direkt zur Bearbeitung auf den PC oder direkt in den Fernseher zu übertragen. Speicherkarten sorgen hier für große Filmkapazitäten, von denen man früher mit den Videobändern auch nur träumen konnte.
Einen Schritt weiter geht nun der, der seine Videos oder Fotos zusätzlich im Internet veröffentlicht. Hier bieten sich seit wenigen Jahren entweder private Webseiten an oder aber private Blogs, wo nicht nur Familie und Freunde, sondern im Grunde die gesamte Weltöffentlichkeit an den Reiseberichten teilhaben kann. Dafür muss man auch nicht notgedrungen ein Internet-Profi sein, denn die heutigen Systeme, wie beispielsweise WordPress oder Serendipity sind einfach zu bedienen, einfach zu pflegen und können trotzdem so personalisiert werden, dass man einen einzigartigen Internetauftritt kreieren kann. Verteilt man diese Adresse an alle, die man so kennt, kann sich jeder nach Zeit und Laune die regelmäßig aktualisierten Berichte, Fotos, Videos, was auch immer, anschauen und eventuell sogar kommentieren. Zwar hat diese Form von Informationsweitergabe nicht mehr ganz den persönlichen Touch, wie eine ganz normale Dia-Show im Kreise von Freunden und Familie, wo alle durcheinander reden und jeder seinen Kommentar zu jedem Foto äußern möchte, aber wer will, kann ja beides haben.
Reiseberichte kann man außerdem noch ganz zeitnah und aktuell halten, indem man Mikroblogging-Dienste benutzt, wie beispielsweise Twitter. Hier hat man jederzeit die Möglichkeit, ob vom Handy, dem Laptop oder einem Internetcafé aus, eine Nachricht mit maximal 140 Zeichen zu veröffentlichen, die jeder mitverfolgen kann. Natürlich kann man den Leserkreis jederzeit auf eine bestimmte Personengruppe einschränken, so dass die Beiträge nicht öffentlich sind, diese Möglichkeit besteht natürlich auch bei Blogs. Aber generell kann man so auch anderen reisefreudigen Mitmenschen Tipps und Eindrücke mitgeben, welche denen wiederum Anhaltspunkte für die Planung der nächsten Reise geben können. Warum also nicht alle Möglichkeiten nutzen, um aus einem Internetauftritt ein mobiles Reiseportal zu machen? Nicht zuletzt besteht auch immer die Möglichkeit, mit Werbeanzeigen und ähnlichem auf einem Blog oder einer Webseite Geld zu verdienen. Das wird zwar nicht für den nächsten Urlaub reichen, aber ein bißchen Taschengeld ist ja auch nicht zu verachten.
Posted: Mai 13th, 2009 under Allgemein.
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